Geschichte

30 Jahre CantaSense – Senslerchor

Priska Aeby, Tafers

Als der Kanton Freiburg 1981 seine 500 Jahre Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft feierte, führten Sängerinnen und Sänger aus den sieben Bezirken Abbé Pierre Kälins zweisprachiges Werk «Freiburger Lande – Au pays de Fribourg» auf. Noch im gleichen Jahr gründeten Mitwirkende dieser Aufführung den ersten deutschsprachigen Regionalchor, den «Senslerchor» – seit 2002 «CantaSense» – dem als erster Präsident Joseph Progin und als Dirigent Oswald Schneuwly während zehn Jahren vorstanden.

Ziel des etwa vierzigköpfigen Chores war, das freiburgische, schweizerische und europäische Volksliedgut zu pflegen; aber auch Chorwerke aus der klassischen Musikrichtung sowie Auftragskompositionen sollten ins Repertoire aufgenommen werden.

Als Regionalchor trat der Senslerchor – CantaSense – an verschiedenen kantonalen Anlässen als Vertreter der deutschsprachigen Kantonsteile auf: so anlässlich der 100-Jahr-Feier der Universität, an den 150-Jahr-Feierlichkeiten des Sensebezirks, an den Anlässen im Mundartjahr und an den Erinnerungskonzerten für Georges Aeby, Abbé Bovet und Pierre Kälin sowie am 75-Jahre-Jubiläum des Deutschfreiburger Heimatkundevereins.

Heute ist CantaSense an verschiedenen Orten des Bezirks zu hören, macht jenseits der Saane auf sich aufmerksam und konzertierte auch in Bern, Zürich und im nahen Ausland. Seit den Anfängen ist sich der Chor treu geblieben: Ob unter dem Gründerdirigenten Oswald Schneuwly  oder seinen Nachfolgern Hubert Reidy, Peter Thoos, David A. Sansonnens und nun Bernhard Pfammatter: a cappella Werke, Kompositionen mit Orgel-, Klavier-, Orchester- und Bandbegleitung, Altbewährtes und moderne Auftragsstücke, harmonisch Ruhiges, jazzig Rhythmisches und ab und zu etwas modern Schräges, profane und sakrale Werke – je nach Chorleiter mehr oder weniger stark gewichtet – sind an den Konzerten zu hören.

In grösseren Werken trat CantaSense bis heute mehrmals auch mit andern Chören auf oder suchte die Unterstützung von Projektsängerinnen und Sängern.  Haydns «Die letzten sieben Worte», Pierre Huwylers «YpsiIon», Bruckners «A-moll Messe», Auszüge aus Georges Aebys «Der helle Ton», Haydns «Schöpfung», Mozarts «Requiem» , Dvoraks «Stabat Mater», Cavallis «Missa concertata» und schliesslich Händels «Alexander’s Feast» zählen zu den grösseren Auftritten des heute rund sechzig Mitglieder zählenden Vereins.

Seit 2007 wird unter der Leitung von Bernhard Pfammatter geprobt. Und – wie könnte es anders sein – auch die Vorlieben dieses Dirigenten prägen seine Werkauswahl: Neben Kompositionen bekannter Schöpfer wie Händel, Dvorak, Cavalli wartet er mit musikalischen Leckerbissen und bisher kaum bekannten Trouvaillen aus vergangenen Jahrhunderten auf und vermag mit seiner Auswahl Chor und Zuhörer zu begeistern.

Dirigenten

  • 1981 – 1991 Oswald Schneuwly
  • 1992 – 1995 Hubert Reidy
  • 1995 – 2002 Peter Thoos
  • 2002 – 2006 David Th. Sansonnens
  • seit 2007 Bernhard Pfammatter

Präsidenten

  • 1981 – 1991 Joseph Progin
  • 1991 – 2001 Gallus Müller
  • 2001 – 2011 Judith Schafer-Perler
  • seit 2011 Heidi Forster Coudret